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Autarke Systeme und kreative Maßnahmen: Corona-Testungen in der Werkstatt in Bergisch Gladbach

„Wartezone Covid-19 Schnelltest“: Das neue Türschild im Eingangsbereich der Montageabteilung markiert den Warteraum vor dem Corona-Testzimmer. Dahinter warten bereits freiwillige Tester*innen in Kitteln, maskiert mit Mundschutz, Gummihandschuhen und Brille. Seit dem 18. Februar 2021 testen insgesamt neun Kolleg*innen jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag rund 300 Beschäftigte und Mitarbeitende der GWK-Betriebsstätte in Bergisch Gladbach.

Eine Frau, die einen Mann testet

Kimberly Arens (Gruppenleiterin), Markus Konzendorf (Gruppenleiter), (v.l.), Foto: Willmann

Drei Frauen, die einen Mann testen

Alexandra Vigorita (Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung), Arndt Schumacher (Werkstattleitung), Janine Kouaho (Azubine HEP), (v.l.), Foto: Willmann

Doch wie genau funktionieren Reihentestungen bei einer solch großen Anzahl an Personen? Zunächst einmal durch umfassende Organisation, Koordination und natürlich nur, wenn alle an einem Strang ziehen – so wie am Standort Bergisch Gladbach. Die Corona-Pandemie bedeutet an vielen Stellen eine außergewöhnliche Herausforderung für die gesamte Gesellschaft – auch für die WfbM, die sich zuletzt durch die neue Corona-Testverordnung einem zusätzlichen Arbeitsaufwand ausgesetzt sehen.

 

Auch in Bergisch Gladbach müssen sich sämtliche externen Besucher*innen entweder einem Corona-Test vor Ort unterziehen oder belegen können, dass sie innerhalb der letzten 48 Stunden negativ auf Covid-19 getestet wurden. Das schließt auch Therapeut*innen, wie Krankengymnast*innen sowie Ergotherapeut*innen- bzw. Logopäd*innen ein. Hinzu kommt der Dokumentationsaufwand, da die getesteten Personen nachgehalten werden müssen. Zu diesem Zweck werden nach der Testung Laufzettel ausgehändigt, die im Nachgang eingesammelt und übertragen werden. In den täglichen Morgenrunden wird dann abgeglichen, wer gefehlt hat, da diese Personen nachgetestet werden müssen. „Zuerst sind wir davon ausgegangen, dass wir fünf Tage pro Woche testen müssen“, erinnert sich Arndt Schumacher, Werkstattleiter. „Mittlerweile hat sich das allerdings eingependelt, sodass wir zwei ganze und einen halben Tag für alle Personen benötigen. Dabei testen wir die Bewohner*innen für die WMB-Wohnheime gleich mit“, ergänzt er.

 

Ein weiterer Testbereich, anderes Setting: Im Heilpädagogischen Arbeitsbereich befindet sich der zweite Testraum am Standort. Bei der Planung wurde bewusst darauf geachtet, die beiden Testbereiche voneinander abzugrenzen, um insbesondere Menschen mit schweren und mehrfachen Beeinträchtigungen einen bedarfsorientierten Rahmen zu bieten. „Wir haben hier ein autarkes System und ein sehr weitläufiges Gelände, wodurch jede Abteilung einen eigenen Eingangsbereich hat und sich die Menschen im Werkstattalltag nicht begegnen“, so Schumacher. Hilfreich waren in diesem Zusammenhang die individuell erstellten Ablaufpläne für die Testungen sowie für die Organisation der Frühstücks- und Mittagspausen. Hierzu wurden u. a. frei geräumte Flächen im Produktionsbereich genutzt, um genügend Abstand zu gewährleisten.

 

Sämtliche Änderungen werden in enger Absprache mit dem Werkstattrat getroffen, sodass dieser bei allen Schritten involviert ist. In den Gruppenstunden werden die Informationen anschließend an die Beschäftigten herangetragen und besprochen. Das Arbeitsschutzkonzept wird zwar von der Geschäftsleitung vorgegeben, jedoch erstellt jeder Standort einen individuellen, lokalen Maßnahmenplan. Dieser dient den einzelnen Abteilungen wiederum als Grundlage, um individuelle Prozesse und Abläufe umzusetzen.

 

„Wir sind sehr gut aufgestellt, wissen natürlich aber auch, dass wir unsere Konzepte stets aktualisieren müssen, um den gesetzlichen Rahmenbedingungen, aber auch den Menschen vor Ort gerecht zu werden“, betont Schumacher. Die Werkstatt in Bergisch Gladbach ist dafür bekannt, viele und vor allem außergewöhnliche begleitende Maßnahmen anzubieten. Initiativen, wie die „Rap-Werkstatt“ oder „Alpaka-Wanderungen“ fallen im Zuge der Pandemie zwar weg. Die engagierten Gruppenleiter*innen versuchen dies jedoch in den autarken Bereichen so gut es geht auszugleichen und bieten kreative Alternativen an. Zusätzlich unterstützt der begleitende Dienst mit gruppenübergreifenden therapeutische Maßnahmen vor Ort.

 

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