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Das Haus der Kunst zeigt die Werke von Euward-Preisträger Andreas Maus – Ausstellung bis zum 15. August 2021 verlängert

Bombenhagel, Konzentrationslager und Gewalt: Das Haus der Kunst in München präsentiert bis zum 15. August 2021 die Werke von Euward-Preisträger Andreas Maus.

 

Der Kölner Künstler hat in diesem Jahr den ersten Preis im Rahmen des Euward erhalten – der europäische Kunstpreis ist die international wichtigste Auszeichnung für Künstler*innen mit geistiger Behinderung und wird von der Münchner Stiftung Augustinum seit 2000 im Dreijahresrhythmus vergeben. Insgesamt hatten 341 Teilnehmer*innen aus 22 Ländern ihre Werke eingereicht, 16 wurden nominiert.

 

Wir gratulieren Andreas Maus zum 1. Preis!

 

Andreas Maus wurde 1964 in Köln geboren und arbeitet seit 2012 im KAT 18 in der Kölner Südtstadt. Zuvor war er etwa 30 Jahre in der GWK am Standort Pesch tätig. Seit 2013 widmet er sich seinem Projekt – mittlerweile sind es acht Künstlerbücher mit mehreren hunderten Seiten. In seinen monochromen Zeichnungen beschäftigt er sich insbesondere mit Darstellungen der Gräueltaten der NS-Diktatur. Er zeichnet die Szenen mit Kuschelschreiber oder Bleistift und versieht sie mit einem Muster aus winzigen Kreisen, Strichen und Linien. Seine Bilder übertitelt er mit klaren Botschaften. Der Künstler will, dass sich die Menschen erinnern, insbesondere an Anne Frank und ihre Geschichte – seine Zeichnungen sind Mahnungen und erfüllen diesen Zweck. Neben im Krieg zerstörte Kirchen oder Moscheen finden sich in seinen Büchern auch Sportszenen, etwa von den Olympischen Spielen. Maus hat 1993 selbst eine Goldmedaille bei den Special Olympics gewonnen. Seine Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgestellt, darunter in der Bundeskunsthalle Bonn, in Prag und in Köln.

 

Weitere Informationen, u. a. zu öffentlichen Führungen, finden Sie auf der Seite vom Haus der Kunst. Eine Künstlerporträt von Andreas Maus finden Sie hier.