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„Veranstaltungen für alle - Der Barriere-Check durch inklusive Prüfer*innen-Teams“ – Fortbildung der DJK in den GWK

Am 26. Oktober 2021 luden die Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) gemeinsam mit dem DJK Sportverband Köln e.V. (DJK) zu einer Fortbildung zum Thema Barrierecheck in die Werkstatt Kalk. Anlass war das Projekt „Veranstaltungen für Alle – Der Barriere-Check durch inklusive Prüfer*innen-Teams“, das vom DJK durchgeführt und durch das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) wissenschaftlich begleitet wird. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

 

Innerhalb von drei Jahren (2020-2023) sollen dadurch nachhaltige Strukturen zur Barrierefreiheit auf öffentlichen Veranstaltungen geschaffen werden. Das Projekt zielt darauf ab, Menschen mit Beeinträchtigung zu befähigen, möglichst barrierefrei an öffentlichen Veranstaltungen aus Sport, Gesellschaft und Kirche teilnehmen zu können.

 

Auch in den GWK stieß die Initiative auf reges Interesse. In einem Team aus mehreren Sportassistent*innen wurde im Anschluss an eine Analyse der bestehenden Leitfäden und Fachliteratur zur Barrierefreiheit ein Fragenkatalog erstellt: Was ist wichtig bei einer Veranstaltung? Ist alles gut ausgeschildert? Sind die Toiletten gut erreichbar? Ist es hell genug? Gibt es Plätze für Rollstuhlfahrer*innen? Diese und viele weiteren Fragen wurden vom Team erfasst und diskutiert. Parallel konnten die Teilnehmenden dabei viele praktische Erfahrungen austauschen.

 

„In Köln leben ca. 93.000 Menschen mit Beeinträchtigung. Jede*r von ihnen hat individuelle Erfahrungen mit Barrierengemacht und kennt die Herausforderungen. Durch dieses Projekt sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die dazu beitragen, die noch immer so zahlreichen Barrieren im Alltag abzubauen, um eine bessere Teilhabe am öffentlichen Leben in unserer Stadt zu ermöglichen“, fasst Ria Nieberg (Sportlehrerin, GWK) zusammen, die gemeinsam mit Manuel Beck (DJK) die Veranstaltung geleitet hat.

 

Die Erkenntnisse werden zum Ende des Projektes in eine App überführt, die durch die Nutzung von AugmentedReality einen wesentlichen Beitrag zur Barrierefreiheit bei (Sport-) Veranstaltungen leisten soll. Zusätzlich zumKriterienkatalog soll außerdem ein Inklusions-Check entwickelt werden, der Veranstalter*innen unterstützen soll, ihre Veranstaltungen selbständig hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit zu untersuchen. Ein weiterer Fokus des Projekts liegt darin, eine Basis zu schaffen, die berufliche Perspektiven für Menschen mit Beeinträchtigung ermöglicht und ein Netzwerk aufzubauen, das dem Wissensaustausch und der Partizipation der relevanten Zielgruppen und Nutzer*innen des Barriere-Checks dienen soll.

 

Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier. Schauen Sie gern auf LinkedIn und XING vorbei.